DAHLEMER DREIECK

Für einen Standort des Umweltbundesamtes in Berlin-Dahlem soll ein denkmalgeschütztes Verwaltungsgebäude saniert und um ein modernes Laborgebäude ergänzt werden. Gemeinsam mit Müller-Werther Finke Architekten schlägt Michels Architekturbüro vor, den ursprünglich spiegelsymmetrisch geplanten, jedoch nur als einflügeliges Fragment mit Mittelrisalit realisierten Bestandsbau durch einen zweiten Flügel zu vervollständigen. Dabei treten Alt- und Neubau als funktional und gestalterisch zusammenhängende Komposition auf. Die Bündelung zentraler Infrastruktureinrichtungen im historischen Mittelrisalit, der als repräsentativer Haupteingang entwickelt wird, erlaubt einen kompakten, ressourcenschonenden Neubau.

Optisch schließt das neue Laborgebäude mit Satteldach und Fassadengliederung an den Altbau an, gewinnt jedoch zugleich mit tiefen vertikalen Lisenen einen eigenständigen, zeitgenössischen Charakter. Dank der Tiefe des Baukörpers können die gewünschten konventionellen Einzellabore mittels effizienter Grundrisse organisiert werden. Das auf vier Stahlbetonkernen basierende Tragwerkkonzept zielt dabei auf möglichst stützenfreie Geschosse für eine optimale räumliche Flexibilität bei langer Lebensdauer. Eine vorgehängte, rasterförmig strukturierte Fassade aus rot lasierten Holzelementen erlaubt einen hohen Vorfertigungsgrad und damit eine kurze Bauzeit mit reduziertem Abfallaufkommen.

Ansicht Süd zur Strassenseite
Ansicht Nord zur Hofseite
Sockelgeschoss ca. 2.150 m² NUF für den Neubau und ca. 460 m² NUF für den Eingangsbereich im Altbau