TOR 2 – CLOUTH AREAL

Auf dem ehemals industriell genutzten Clouth Areal sollen das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude sowie die unmittelbar angrenzenden Flächen zu einem vitalen Quartier für Kultur, Arbeiten und Wohnen umgestaltet werden. Ziel des Entwurfes ist es, neben dem behutsamen und denkmalgerechten Umgang mit der Substanz, offene Räume für einen lebendigen Austausch zu schaffen und damit einen wertvollen Beitrag für die gesamte Nachbarschaft zu leisten. Während der Bestand weitgehend erhalten bleibt, präsentieren sich die Neubauten als eigenständige, zeitgemäße Gebäude, die sich respektvoll am Bestand orientieren.

Zentrales Element ist der Neubau eines Tanztheaters mit dazugehöriger Akademie. Der in einen Hof eingestellten Baukörper setzt sich aus zwei gestapelten Volumen zusammen, die leicht zueinander verschoben sind. Das allseitige Abrücken vom Bestand ermöglicht eine gute Belichtung und die Gestaltung attraktiver Außenräume. Während sich das Theater nach außen als Sichtbetonkubus mit einer großzügigen Verglasung zum Innenhof zeigt, präsentiert sich darüber die Akademie als leicht wirkendes Volumen aus hinterleuchtetem Polycarbonat, das weit über das Ensemble hinaus zum sichtbaren Zeichen wird.

Zur Belebung des Ehrenhofes im Zentrum des Quartiers erfolgt der Zugang zu Tanztheater, Akademie und Gastronomie über diesen. Mit dezenten Eingriffen wird die Bestandsfassade im Erdgeschoss behutsam geöffnet und an die neuen Publikumsströme angepasst.
Der dreigeschossige Neubau für das Tanztheater und die Akademie an der Stelle einer ehemaligen Produktionshalle wird so in den Bestand integriert, dass das denkmalgeschützte Ensemble in seinen Proportionen weiterhin klar ablesbar bleibt.
Die logistische Anbindung des Theatersaals erfolgt über die Xantener Straße. Durch die Einhausung der Anlieferung wird die Störung der Nachbarschaft auf ein Minimum reduziert und damit maximale Flexibilität gewährleistet.
Die Fassaden der Wohngebäude zeigen sich zurückhaltend und nehmen die Farbigkeit der Backsteingebäude auf. Die Gliederung der straßenseitigen Fassaden erfolgt über farbige Putz- und Sichtbetonelemente.
Unterschiedliche Wohnformen unterstreichen die Lebendigkeit des Quartiers. Neben freifinanzierten Wohnungen sind im ost-west orientierten Gebäuderiegel auch geförderte Wohnformen sowie studentische Wohngemeinschaften geplant.
Die Erschließung der Wohngebäude sowie der dazugehörigen Tiefgarage erfolgt direkt über den öffentlichen Straßenraum. Zur Gewährleistung der Privatsphäre in den Erdgeschosswohnungen ist ein Hochparterre vorgesehen.