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In der Köpenicker Straße in Berlin hat Michels Architekturbüro zwei denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Post- und Telegraphenbauamtes saniert und mit einem siebengeschossigen Neubau inklusive Fahrrad-Tiefgarage zu einem nachhaltigen Büroensemble kombiniert. Auf 11.650 Quadratmetern sind hochwertige und energieeffiziente Flächen für eine urbane und ganzheitlich orientierte Arbeitswelt von morgen entstanden.

Dank großer Verglasungen wird die grüne Straßenfassade des Neubaus sowohl von außen als auch von innen erlebbar. Die hier aufgestellten Gabionen sind mit Pioniergehölzen bepflanzt, die über das Stahlgeflecht hinaus auf die Balkone wachsen. Sie dienen zugleich als Feinstofffilter und Klimapuffer. Nicht weniger umsichtig zeigt sich die Sanierung des Bestandes: Freigelegte Ziegelkappendecken, aufgearbeitete Kastenfenster, wiederhergestellte Pfeiler und Brüstungen, historische Fenstergitter und Treppengeländer ließen dem Denkmal seine Geschichte.

Zum nachhaltigen Sanierungs- und Nutzungskonzept mit einer Zertifizierung nach DGNB Gold gehört eine umweltschonende Energieversorgung über Photovoltaik und Geothermie. Eine große Tiefgarage bietet 350 Fahrradstellplätze und ermöglicht verkehrsfreie Höfe mit viel Platz für urbanes Grün.

Die Straßenfassade integriert ein denkmalgeschütztes Fragment des einstigen Post- und Telegraphenbauamtes, das als Ruine die Zeiten überdauerte. Schützend stülpt sich die schlichte Betonfassade des Neubaus über das Relikt.
Der Neubau bringt die Natur in die Fassade. Bepflanzte Gabionen verteilen sich nach dem Entwurf der Landschaftsarchitekten von atelier le balto über alle Geschosse.
Die Räume im Bestand behalten den gewachsenen „used look“. Kombiniert mit neuen, komfortablen Böden und frisch gestrichenen Decken erstrahlt die alte Substanz und verleiht jeder einzelnen Etage ihren eigenwilligen, authentischen Stil.