HAUS DER STATISTIK

Seit 2008 stehen im „Haus der Statistik“ 46.000 m² Brutto­geschoss­fläche leer. Durch die Sanierung des Gebäude­komplexes und die Neugestaltung der Fassade soll der ehemalige DDR-Bau für unterschiedlichste Nutzungen wieder attraktiv werden. Der Wettbewerbs­beitrag von Michels Architektur­büro sieht vor, den Bestand zu überschreiben und dabei Spuren der Vergangenheit zu erhalten. Der Entwurf adaptiert die historischen Fassadenelemente und überführt diese – in Materialität, Proportion, Farbe und Textur – in die Gegenwart.

Während bei den beiden äußeren Baukörpern des Komplexes alle Fassadenelemente in einer Ebene liegen, lösen sich die Brüstungen des mittleren Körpers von der Fensterebene ab. Den so entstehenden Raum erhalten Balkone, deren formale Gestaltung sich an der Originalfassade anlehnt. Großzügig begrünt verschmelzen diese mit den innen­liegenden Büros und öffnen die bislang streng geschlossene Gebäudeansicht.

In einem vorgelagerten Neubau entsteht zusätzliche Nutzfläche. Das publikums­starke Erd­geschoss erhält damit eine wertvolle Gebäudetiefe von bis zu 28 Metern. Das ermöglicht an­passungsfähige und vitale Nutzungs­konzepte für Kunst und Kultur sowie Gastronomie und Einzelhandel.

Auf den Dachflächen des erweiterten Erdgeschosses sind großzügige, intensiv begrünte Terrassen geplant, die wiederum die innenliegenden Räumlichkeiten nach außen aufbrechen.
Die neu zu gestaltende Freifläche an der Otto-Braun-Straße greift die Struktur der Fassade visuell auf. Kleine Baumgruppen und Pavillons setzen Akzente und bieten willkommene Ankerpunkte für Flaneure.