FORSCHUNGSZENTRUM UNI ERFURT

FORSCHUNGSZENTRUM UNI ERFURT
Erfurt / Thüringen

Forschung braucht Raum für Austausch, Vernetzung und Experimente. Doch für konzentriertes Arbeiten sind ein ruhiges Umfeld und klare Strukturen unabdingbar. Der Entwurf für das neue Forschungsgebäude der Uni Erfurt bringt beides zusammen. Lichthöfe gliedern das vier- bis fünfgeschossige Bauvolumen in drei Teile. Während die beiden äußeren die Fachbereiche aufnehmen, bildet der mittlere Teil einen zentralen Kern mit Erschließungs- und Kommunikationsbereichen. Über Fassade und Höfe sind diese weitgehend natürlich belichtet. Die großzügigen Verglasungen schaffen zudem Sichtbezüge  zu den Fachbereichen sowie zum Uni-Campus.

Der fließende Übergang von geschlossenen Denkzellen über durchlässige Bewegungs- und Begegnungszonen zu offenen Präsentationsräumen im Erdgeschoss ermöglicht vielfältige und flexible Arbeitskonstellationen. Hinzu kommen eine Lounge, eine große Küche und ein Dachgarten zur gemeinschaftlichen Nutzung im vierten Oberschoss. Für langfristige Flexibilität sorgt ein strenges Stützenraster in Verbindung mit einem leichten Wandsystem: Sollten sich die Anforderung ändern, lassen sich die Grundrisse mit verhältnismäßig geringem Aufwand anpassen.

Als Gegenüber der Bibliothek fasst das neue Forschungsgebäude den Platz dazwischen und stärkt so dessen Bedeutung. Die kompakte Form des Bauvolumens sorgt für hohe Wirtschaftlichkeit und lässt weitere Entwicklungen auf dem Grundstück zu.
Das Erdgeschoss ist als gemeinschaftlich genutzte, öffentliche Zone konzipiert. Die Besucherinnen und Besucher empfängt eine lichtdurchflutete Wandelhalle, die zum zentralen Erschließungskern sowie zu den Forschungs- und Seminarbereichen führt.
Der Kern bildet eine vielseitig nutzbare Übergangszone. Neben vertikaler Erschließung und Sanitärräumen befinden sich hier Orte für Begegnung und Austausch. Diese werden durch Besprechungsnischen und Loggien in den Fachbereichen ergänzt.
Das Dachgeschoss bietet neben Küche und Lounge einen großen Dachgarten und damit viel Platz für gemeinschaftliche Aktivitäten.
Die Fassade aus glatten und grob gewaschenen Sichtbetonelementen weist eine Tiefe von einem Meter auf und sorgt so konstruktiv, in Kombination mit der Verglasung, für ausreichenden Sonnenschutz.